Rosenbogen mit rosa Blüten

Es muss kein ganzer Garten voller Rosen sein, einen Teilbereich des Gartens der Königin der Blumen zu widmen. Ein Rosengarten veredelt den Garten und zieht Bewunderer magisch an. Welche Rosen es gibt, welche sich am besten eignen und wie man sie pflegt möchten wir hier vorstellen.

Wie legt man einen Rosengarten an?

Auch ein Rosengarten kann in jedem Garten angelegt werden. Es gibt verschiedene Wuchsformen (Rosenklassen) woran man sich orientieren kann, um den passenden Platz für einen Rosengarten zu finden.

  • Beetrosen (Rabattenrosen)
  • Bodendeckerrosen (Kleinstrauchrosen)
  • Edelrosen
  • Kletterrosen
  • Strauchrosen
  • Zwergrosen
Parkanlage mit Rosenbeeten mit niedrigen Buchsbaumhecken umrandet
Beetrosen werden kaum über einen Meter hoch und die Blüten wachsen in Büscheln an stark verzweigten Trieben. Als Schnittrosen für die Vase sind sie eher nicht geeignet. Dafür überzeugen sie im Beet durch ihre Fülle an Blüten um so eindrucksvoller. Die Dauerblüher erfreuen das Auge bis in den Herbst hinein.

 

einfache weiße Rosenblüten an einem Büschel
Bodendeckerrosen blühen ebenfalls in Büscheln und die Triebe werden 30 bis 70 cm lang. Gut geeignet sind sie zum Beispiel für Steingärten und den Vordergrund auf Rosenbeeten.

Bild: Salicyna, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

 

halb geöffnete rote Edelrose und andersfarbigen Rosen im Hintergrund
Edelrosen (Teehybriden) eignen sich besonders als Schnittblumen. Sie haben große und gut gefüllte Blüten, sowie einen langen Stiel. Sie werden etwa einen Meter hoch und blühen mehrmals im Jahr.

 

rote Kletterrose mit vielen Blüten
Kletterrosen wollen hoch hinaus - sie eignen sich daher besonders für eine Pergola oder als Schmuck für Hauswände. Sie blühen einmal im Jahr mit vielen kleinen Blüten.

 

viele rosa Blüten an einem Rosenstrauch
Strauchrosen sind schon als Solitärpflanzen ein toller Blickfang, in Kombination mit anderen Strauchrosen zu dritt oder fünft ein wahre Augenweide. Ideal ist die Anpflanzung zusammen mit hohen Stauden.

 

gelber Rosenbusch in einem silberfarbenen Topf
Zwergrosen werden etwa 40 cm hoch und wachsen sehr kompakt. Darum eignen sie sich für die Bepflanzung von Kübeln und Töpfen. Sie sind winterhart und blühen üppig mit kleinen Blüten.

 

Rosen brauchen viel Licht, deswegen sollte man an einem sonnigen Standort auswählen. Allerdings sollte er nicht zu heiß und etwas windgeschützt sein, denn Rosen reagieren empfindlich auf Wind.

Der Boden sollte tiefgründig, locker und durchlässig sein und mit Humus und Kompost bearbeitet werden. Schwere Böden wie Tonböden oder Moorböden eignen sich nicht für das Anpflanzen für Rosen, sie sollten deshalb tiefgründig mit viel Sand und Kompost aufgelockert werden.

Wichtig ist auch, dass an dem Standort in den letzten Jahren keine Rosen oder rosenverwandte Pflanzen, wie Apfel- oder Birnenbäume, wuchsen. Das könnte sonst dazu führen, dass die frisch gepflanzten Rosen nicht richtig wachsen.

Besonders gut zur Geltung kommen Rosen, wenn man sie in kleinen Gruppen anpflanzt. Beetrosen eignen sich für niedrige Beete, Strauchrosen bieten Sichtschutz und verschönern gleichzeitig Zäune. Eine besondere Rose ist die Baumrose, die man in alten Bäumen anpflanzen kann. Dort kann sie bis zu 4 m hoch wachsen und schafft eine blühende Baumkrone. Die zierlichen Kletterrosen verschönern Bogenformen oder Zäune und können auch in Bäume wachsen.

Rosen mit einem intensiven Duft sollte man an einen Ort pflanzen, wo man den Duft auch riechen kann. Das kann in der Nähe von Fenstern sein oder in der Nähe von Ruheplätzen im Garten. Von den Farben her sollte man darauf achten, dass man Rosen mit intensiven Farben nicht unbedingt mit anderen Rosenarten kombiniert, die ebenfalls eine sehr intensive Farbe haben. Andernfalls könnte der Gesamteindruck eher knallig-bunt wirken als edel und schön.

Welche Rosen für den Garten?

Edelrose mit Rosa Blüte

Aachener Dom
©Anna reg -
CC BY-SA 3.0

große hellgelbe Rosenblüte

Abraham Darby
©Anna reg -
CC BY-SA 3.0

große gefüllte gelbe Blüte

Graham Thomas
©Anna reg -
CC BY-SA 3.0

große rosafarbene Rosenblüte

Heidetraum
©Florian Moeckel -
gemeinfrei

Für halbschattige Standorte eignet sich die Edelrose Aachener Dom, die recht robust ist und auch Frost übersteht. Ebenfalls robust und frostfest ist die Abraham Darby - eine Strauchrose.

Die Amethyste ist eine robuste Rose, die auch an schattigen Standorten wächst. Für Beete eignen sich etwa Englische Rosen, wie beispielsweise die gelbe Graham Stuart Thomas oder die weiße Little White Pet. Beide Rosen blühen besonders lange. Die Beetrose Holstein eignet sich für windigere Standorte.

Schöne Baumrosen sind der Alchemist, die Rosa Helenae und die Pauls Himalayan Musk. Für den Einstieg in die Rosenpflege bietet sich die Dortmund an. Sie gilt als robust, verträgt Regen und Hitze und benötigt keinen besonderen Boden. Darüber hinaus kann man sie als Buschrose oder als Kletterrose anpflanzen.

Ebenfalls geeignet ist der Heidetraum. Diese Rose verträgt Regen und Hitze und wird selten krank.

Noch mehr Rosensorten gibt es hier: Liste mit Rosensorten (Wikipedia)

Rosen pflanzen

Die beste Zeit zum Pflanzen ist das Frühjahr oder der Herbst. Dafür eignen sich am besten wurzelnackte Pflanzen, da sie sich im Gegensatz zu den Containerpflanzen besser an den vorhandenen Boden anpassen. Sogenannte Container-Rosen, die im Topf ganzjährig angeboten werden, können auch im Sommer gepflanzt werden. Werden sie im Frühjahr oder Herbst geplanzt, sollten sie ausgetopft und das Pflanzgranulat und Erde abgespült werden. Dann erst werden die Rosen wie wurzelnackte Pflanzen gesetzt.

Skizze wurzelnackte Rose einpflanzen

Vor dem Pflanzen sollte die Rose für ein bis zwei Stunden komplett ins Wasser gelegt werden.
Mit einer scharfen Gartenschere werden die Wurzeln und auch die Triebe zurück geschnitten und dabei auch beschädigte Wurzelteile entfernt.
Wurzeln: ca. 25 cm unter der Wurzelverzweigung schneiden
Triebe: auf 15 cm kürzen (Frühjahrspflanzung) - 30 cm bei Herbstpflanzung
Dabei sollten nur 5 Triebe stehen bleiben, damit die Rose mehr Kraft zum Anwachsen hat.

Das Pflanzloch ca. 30 x 30 cm ausheben und den Untergrund spatentief lockern. Nun die Rose ins Pflanzloch stellen. Dabei muss die Veredlungsstelle mindestens 5 cm unterhalb der Bodenoberfläche liegen. Man erkennt die Veredlungsstelle daran, dass sie knubbelig ist und aus ihr die Triebe sprießen. Diese Schwachstelle der Rose darf nicht erfrieren, sonst würden nur noch die Wurzeln der ursprünglichen Wildrose austreiben (Wildtrieb).

Nun das Pflanzloch mit der ausgehobenen Erde auffüllen. Keinen Dünger, Torf oder Stallmist verwenden! Die Pflanze würde zu viele Nährstoffe bekommen und sie soll angeregt werden, tiefe Wurzeln zu bilden, um an Nährstoffe zu kommen.
Ab dem zweiten Standjahr darf dann im Februar oder März mit einem organischen Dünger gedüngt werden.
Bei einer Pflanzung von Stammrosen vor dem Einpflanzen einen ausreichend hohen Pfahl in das Pflanzloch schlagen und mit einer Achterschlinge daran befestigen.

Rosen in Kombination mit anderen Pflanzen

Rosafarbene Rosenblüten und violette Clematisblüten
Erst in Begleitung kommt die volle Schönheit der Blumenkönigin zur Geltung. Rosen können mit sehr vielen Pflanzen kombiniert werden. Kletterrosen wirken besonders schön in Begleitung von der großblütigen Clematis oder Geißblatt. Beetrosen sehen schön aus, wenn sie neben Stauden stehen. Stauden wie Frauenmantel oder Zier-Lauch harmonieren besonders gut mit Beetrosen. Farbige Akzente setzen Stauden wie der blaue Rittersporn, roter Mohn oder die gelbe Schafgarbe.
Strohblumen können gut mit niedrig wachsenden Rosensorten kombiniert werden. Ziergräser sind ein guter Begleiter für Rosen. So lassen das Lampenputzergras, das Liebesgras oder der Blauschwingel die Schönheit der Rosen erst richtig erstrahlen.


Storchschnabel, Lavendel und Glockenblumen können mit den meisten Rosensorten problemlos kombiniert werden. Hübsch wirkt der Buchsbaum in Rosenbeeten oder als kleiner Strauch zwischen Rosenstöcken. Rosen können auch gut mit Kräutern wie Oregano, Minze, Thymian und Agastache kombiniert werden. Besonders hübsch anzusehen ist die kleinblättrige Bergminze, die ein Rosenbeet in ein duftendes Meer voller blauer Blüten hüllt. Ein praktischer Nebeneffekt: Die ätherischen Öle der Kräuter wirken abstoßend auf viele Schädlinge.

Tipps für die Pflege der Rosen

Rosen gießen

Rosen müssen regelmäßig (wöchentlich) gegossen werden. Jedoch sollte man darauf achten, die Pflanzen nicht zu überwässern. Zu viel Wasser schadet Rosen ebenso wie zu wenig Wasser. Beim Gießen sollte man darauf achten, dass man nicht von oben gießt, da Wasser auf den Blättern Krankheiten verursachen kann. Grundsätzlich sollte man Rosen vormittags gießen. In der Mittagshitze besteht die Gefahr, dass die Pflanzen verbrennen.

Rosen düngen

Nach der ersten Blüte sollten Rosen gedüngt werden mit Kompost oder organischem Volldünger, der Stickstoff, Phosphor und Kali enthält.Im Spätfrühling sollten Rosen ebenfalls gedüngt werden. Das kann auch mit klein geschnittenen Bananenschalen erfolgen. In den Sommermonaten sollte man auf stickstoffhaltige Dünger verzichten. Im Herbst sollten Rosen nochmals gedüngt werden und mit einem Mulch bedeckt werden, um den Winter gut zu überstehen.

Rosen im Winter schützen

Empfindliche Rosen sollten mit Reisig oder Sackleinen bedeckt werden. Künstliches Material wie Plastikfolie sollte nicht verwendet werden, da durch das angesammelte Kondenswasser Frostschäden verursacht werden können. Der Winterschutz kann Ende März entfernt werden, sollte jedoch in Reichweite vorhanden sein, falls ein plötzlicher Kältesturz kommen sollte.

Rosen schneiden

Im Frühling sollten die Rosen geschnitten werden, um das Wachstum zu fördern. Der optimale Zeitpunkt ist der "Erstfrühling" - die Zeit, in der die Forsythien in Vollblüte stehen und das Wetter mild und trocken ist.

Nicht geschnitten werden Bodendecker-, Wild- und Kletterrosen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie nicht blühen.

Skizze für den richtigen Schnitt einer Rosenpflanze

Der richtige Schnitt erfolgt etwa einen halben Zentimeter oberhalb eines Auges, einer Knospe oder eines neuen Triebes. Dabei sollte der Schnitt leicht schräg und die hohe Seite des Schnitts über der Knospe angesetzt wird.

Falsch sind die Schnitte der vier linken Beispiele. Von links angefangen:

  1. falsch herum - hohe Seite nicht über der Knospe
  2. zu schräg
  3. zu tief
  4. zu hoch

Beim Entfernen alter trockener oder erfrorenen Stellen wird bis in das grüne Holz geschnitten. (Abb. ganz rechts)

Schwache Triebe, die weniger als bleistiftdick sind werden komplett entfernt. Bei sich kreuzenden oder dicht beieinander stehenden Trieben, wird der dünnere oder ältere Trieb entfernt.

Skizze Schnitt einer Rosenpflanze

Das Schnittgut kann zahlreiche Schädlinge und Krankheitserreger enthalten und sollte auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich die Erreger im Garten ausbreiten. Deshalb besser das Schnittgut über den Hausmüll entsorgen.

Auch während der Blütezeit sollten die verwelkten Blüten und abgefallenen Blätter immer schnell entfernt werden, um den Erregern keine Basis zu geben.

Rosenkrankheiten

Sternrußtau

Sternrußtau, auch bekannt unter der Bezeichnung Schwarzfleckenkrankheit, ist eine der häufigsten Pilzkrankheiten der Rosen. Sie kann aber auch bei anderen Pflanzen, wie zum Beispiel dem Lorbeer auftreten.

Zunächst zeigen die Blätter runde, schwarzbraune Flecken, die sich sternenförmig ausbreiten - daher auch der Name Sternrußtau.

Rosenblätter mit Sternrußtau
By giantcicada - CC BY 4.0

Die befallenen Blätter werden gelb und fallen schließlich ab. Eine blattlose Rose bringt kaum neue Blüten hervor, die Pflanze wird geschwächt und neue Triebe können kein Holz bilden.

Ursache der Krankheit sind Pilzsporen, die im Boden überwintern und später beim Gießen oder durch Regen auf die Rosenblätter hochgespritzt werden.

Zur Vorbeugung sollte die Widerstandskraft der Rose erhöht werden. Dies kann bereits ab Mai mit einem Tee aus Ackerschachtelhalm, mit dem die Pflanze abgespritzt wird, erfolgen.

Bei bereits erkrankten Rosen müssen kranke Blätter und befallene Triebe entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden, um eine Ausbreitung der Sporen zu verhindern.

Echter Mehltau

Rosenmehltau ist eine Pilzerkrankung, die selten vor Juni auftritt. Der sogenannte Schönwetter-Pilz tritt vorallem an sehr gut mit Stickstoff versorgten Rosen und bei längerer schwül-warmer Witterung auf.
Der weißliche, mehlartige Belag tritt auf Blattoberseiten, aber auch an Blütenstilen, Knospen und Kelchblättern auf. Mit der Zeit wird der Belag dichter, filzartig und graubraun.
Rosen Mehltau
By Jerzy Opioła - CC BY-SA 4.0

Die Folge der Krankheit ist die Schwächung der Blätter, Blüten und der gesamten Pflanze. Sie wirft bei intensivem Befall die Blätter ab und die betroffenen Bereich oder die gesamte Rose zeigen nur noch ein geringes Wachstum.

Hier ist der Einsatz geeigneter Fungizide angebracht.
Zur Vorbeugung ist auch hier ein Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmbrühe oder schwefelhaltiger Pflanzenschutzmittel anzuwenden.

Rosenrost

Rosenrost bildet sich bereits im Frühjahr auf der Blattoberseite durch kleine, glänzende, orangerote Flecken.
Kurz darauf sind auf der Blattunterseite auch leuchtend orange Flecken, die das namensgebende Aussehen von Rost haben. Es entstehen dann becherförmige Fruchtkörper mit pulverartigen Sporen. Die Blätter werden durch diese Sporen immer wieder neu infiziert.
Blattunterseite einer Rose mit Rosenrost
By Sanjay Acharya - CC BY-SA 3.0

Die befallen Blätter welken und fallen ab, dabei werden auch junge Triebe befallen.
Im Frühherbst werden massenhaft schwarze Sporen gebildet. Diese überwintern auf abgestorbenen Blättern und Stängeln und infizieren die Rosenpflanze im Frühjahr erneut.

Infizierte Blätter müssen möglichst schnell entfernt und vernichtet werden. Im Herbst auch die am Boden liegenden Blätter und alle infizierten Pflanzenteile entfernen und vernichten. Mit handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln kann der neuerlichen Infektion vorgebeugt werden.

Rosen-Blattläuse

Blattläuse ernähren sich vom Saft der befallenen Pflanzen. Man findet sie häufig und in großer Zahl an den jungen Blättern und sich entwickelnden Blütenknospen. Durch den Fraß der Rosen-Blattläuse rollen sich die Blätter nach oben und Blütenknospen welken. Der klebrige Honigtau, der von den Blattläusen beim Fressen produziert wird, lockt Ameisen an und dient als Nährboden für schwarze Rußtaupilze.
Rosenknospe mit Blattläusen
By Florian Pépellin - CC BY-SA 4.0

Außerdem sind Rosenblattläuse als Überträger von vielen Pflanzenviren bekannt. Viele Gründe, um etwas gegen diese Besucher zu unternehmen!

Die beste und vorallem umweltfreundlichste Art der Bekämpfung ist die Förderung von Nützlingen im Garten. Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen und Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde von Blattläusen. Ein Insektenhotel, mit verschiedenen Materialien befüllt, bietet verschiedenen Nützlingen Unterschlupf.

Außerdem kann man die Rosen mehrmals mit einem starken Wasserstrahl gründlich abspritzen oder eine Schmierseifenlösung auf den Rosen versprühen (20-30 g Schmierseife in 1 Liter Wasser auflösen).

Bilder-Galerie